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Aktueller Pegelstand des Rheins:

 

General-Anzeiger Bonn

Bundesanstalt für Gewässerkunde

 

   
02.02.06

Der ganzen Stadt die Krone aufgesetzt - Das Bonner Münster erhielt sein neues Kreuz

26.01.06

Turmbekrönung am 2. Februar - Das Münster erhält auch mit Staufenspenden bald seine neue Spitze

26.01.06

Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt - Generalmajor a. D. Christian E. Millotat sprach bei Staufia vor mer als 100 Zuhörern - Kooperation mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft erwies sich als erfolgreich

18.01.06

"Nicht nur Auschwitz...." - Gedenken an die Opfer des Nazi-Terrors

18.01.06

Bonn/Berlin: "Däke rechnet vorsätzlich falsch"

18.01.06

Das 2. Vatikanische Konzil zwischen Mythos und Realität - Öffentlicher Vortrag an der Universität Bonn

17.01.06

Wie rational ist der "Homo oeconomicus"? - Nobelpreisträger Prof. Dr. Reinhard Selten leitet neues Akademieprojekt an der Universität Bonn

09.01.06

Alte Hasen und frische Füchse - Convent wählte das Chargenkabinett

02.01.06

Vom Beethovenhaus bis zum 'Ohrenkuss...' - Bonn führt in NRW "Orte der Ideen" mit neun Projekten an

15.12.05

Tannenbaum für Mensch und Umwelt - Staufias Weihnachtsbaum kommt aus der Eifel

15.12.05

Bonner Highlights 2006 - Das Beste aus dem neuen Terminkalender der Stadt

29.11.05

Kauf dir einen Acker in Anatot - Novesen und Staufen gehen mit gemeinsamer Frühschicht in den Advent

29.11.05

Ein Mann der Mitte - Kölner Weihbischof Norbert Trelle wird Bischof von Hildesheim

16.11.05

Müssen Verbindungsstudenten draußen bleiben? CV weist Vorwürfe des SPD-Parteitags zurück

01.11.05 60. Todestag von Pater Rupert Mayer
20.10.05

Statt Blitzableiter: Kreuz und Krone für die Bonner Münsterbasilika - Einzigartige Turmbekrönung für 85 Meter hohen Münsterturm

20.10.05

Europaseminar führte die Staufen nach Brüssel zu Nato und EU

 

 

 

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Der ganzen Stadt die Krone aufgesetzt

Das Bonner Münster erhielt nach 203 Jahren sein neues Kreuz

 

Bonn 02.02.06 - Als früh am Morgen der Sechsachser-Schwerlastkran auf den Münsterplatz fuhr, war die aktuelle Spitze des Bonner Münsters nicht mehr zu sehen. Dichter Nebel versperrte die Sicht auf den Teil der Basilika, der an diesem Lichtmesstag ausgetauscht werden sollte. Das neue Kreuz befand sich zu der Zeit noch auf dem Weg in die Bundesstadt. Als dann noch aus dem grauen Himmel die ersten Schneeflocken fielen und die Musenstadt in winterliches Weiß hüllten, hatte Stadtdechant und Münsterpfarrer Wilfried Schumacher schon ein wenig Angst, das historische Ereignis absagen zu müssen.

 

Bisher thronte auf dem höchsten Punkt der Kirche ein kunstvoller Blitzableiter. Vor mehr als 200 Jahren wurde das alte Kreuz beschädigt. Seither gab es keinen Ersatz. Lediglich ein Blitzableiter war auf der Spitze der Kirche seit der Nachkriegsrestauration zu sehen. Das alte, sechs Meter hohe Kreuz mit Hahn sei in einem winterlichen Unwetter am 16. Februar 1803 "mit großem Getöse heruntergefallen", berichtete am Donnerstag Professor Gisbert Knopp, Vorsitzender des Kuratoriums der Münster-Stiftung und laut Schumacher Ideengeber für das Kreuz.

 

Das Kreuz als Abschluss eines Turmes ist der Normalfall. Das Bonner Münster, welches die Gebeine der Stadtpatrone Cassius und Florentius in sich birgt, wird zusätzlich gekrönt. Die Krone war ursprünglich ein Kranz aus metallenem, juwelengeschmücktem Laub, Blumen, Früchten. Dieses Sieges- und Ehrenzeichen wurde später zur Krone. Der Kranz wurde von der Antike in die frühchristliche Kunst übernommen und ist als Einfassung von Christusmonogrammen und Kreuz von größter Bedeutung. Der Kranz als Siegeszeichen gebührt  auch den Märtyrern. Sie bringen ihn auf zahlreichen Darstellungen dem thronenden Christus als dem Helfer bei ihrem Sieg dar. Zum Beispiel in S.Apollinare Nuovo in Ravenna. Die Krone ist auf Märtyrerdarstellungen Sieges- und Ehrenzeichen. Analog heißt es im Brief des Apostels Paulus an die Korinther (Kapitel 9, Vers 25): Jeder Wettkämpfer lebt aber völlig enthaltsam; jene tun dies, um einen vergänglichen, wir aber, um einen unvergänglichen Siegeskranz zu gewinnen.

 

Die Krone auf dem Bonner Münster macht ähnlich wie der Stern der Weisen auf dem Vierungsturm des Kölner Doms das Einmalige dieser Kirche deutlich: Sie birgt als kostbaren Schatz die Gebeine der Märtyrer Cassius und Florentius. Gleichzeitig wird die Krone in Verbindung mit dem Kreuz zur Mahnung getreu den Worten des Apostels Paulus: Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt. Cbr. Papst Benedikt sagte beim Weltjugendtag auf dem Marienfeld: „Die Seligen und Heiligen zeigen uns den Weg, wie man glücklich wird, wie man das macht, ein Mensch zu sein.“

 

Das neue Kreuz ist 5,20 Meter hoch, eine halbe Tonne schwer, aus Stahl geschmiedet, mit 24-karätigem Blattgold verziert. Handwerker in der Werkstatt von Meister Hoppen benötigten inklusive der stählernen Befestigungsanlage auf der Turmspitze gut zwei Monate für die Fertigung. Dabei wurden zwei neue Blitzableiter angebracht Das Blattgold hat nicht nur dekorativen Charakter, sondern auch ganz entscheidend witterungsbeständige Funktion, so Hoppen

 

Die Gelegenheit war einmalig: durch das Gerüst für die Dachdecker-Arbeiten gab es einen Zugang zur Turmspitze. Kreuz und Krone für das Bonner Münster kosteten mit Montage und Nebenkosten rund 50.000 Euro und konnten nur aus Spendenmitteln finanziert werden. Bislang haben 150 Bonner 37 000 Euro gespendet. Für die Gesamtkosten von 55 000 Euro fehlen noch 18 000. Für die vielen Wohltäter ließ man sich auch etwas Besonderes einfallen. Bei mehr als 100 Euro durfte der Spender auf einem Pergament Unterschreiben, welches in die Kugel unterhalb des Kreuzes eingelegt wird. Darüber wurde in die so genannte Pyxis Papst- und Weltjugendtagsmünzen und eine Urkunde gelegt, auf der nicht nur steht, wer die geistlichen und weltlichen Führungspersonen im Jahr 2006 in Deutschland, im Erzbistum und in Bonn waren.

Für mehr als 1.000 Euro gab es dies silberne Münsternadel. Alle Wohltäter, die mehr als 2.500 Euro gaben, werden auf einer Tafel verewigt, die im Kreuzgang aufgestellt wird. Auch Staufia zählt zu den edlen Spendern, wofür sich Dr. Ludwig Klassen vom Stiftungsvorstand herzlich bedankte. Dies gilt nicht nur in finanzieller Hinsicht, denn auch bei der Spendenaktion halfen Bundesbrüder aktiv mit. Stellvertretend für die Verbindung trug sich der Senior Hans-Gerhard Reh ein.

 

Als sich das Schneetreiben endlich verzog, löste sich auch das scheinbare Chaos der vielen Helfer und Handwerker auf dem Münsterplatz auf und das Kreuz wurde am Kran befestigt. Stadtdechant Schumacher dankte noch einmal allen Spendern und Organisatoren dieses einmaligen Projektes. Dabei betonte er auch, dass dies nicht nur ein Kreuz für die Münsterspitze, sondern für die ganze Stadt sei. Mit den Worten „Im Kreuz ist Heil. Im Kreuz ist Leben. Im Kreuz ist Hoffnung“ antwortete die Gemeinde. Nach einer kurzen Andacht segnete er das Kreuz. Lob und Dank der Menschen kamen im Te deum mit dem „Großen Gott, wir loben dich“ zum Ausdruck. Danach erhob sich das Kreuz, welches insgesamt 500 kg wiegt, langsam und wurde schließlich auf dem Vierungsturm installiert.

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Turmbekrönung am 2. Februar

Das Münster erhält auch mit Staufenspenden bald seine neue Spitze

 

Bonn 26.01.06 - Bald wird der Blitzableiter auf der 90 Meter hohen Spitze des Bonner Münsters Geschichte sein. Denn am 2. Februar um 11.30 Uhr soll das neue Kreuz mit der Krone aus der Werkstatt des Meisters Sebastian Hoppen gesegnet und installiert werden. Auch Staufia spendete zu diesem Anlass einen Teil des rund 40.000 € teuren Projektes [wir berichteten].

Cbr.  Knopp von der Münsterstiftung und Cbr. Helmer vom Kirchenvorstand des Münsters äußerten sich sehr zufrieden und glücklich über die stehende Finanzierung und dankten allen Spendern.

Am vergangenen Sonntag trug sich stellvertretend der Senior Hans-Gerhard Reh auf dem Pergament ein, welches in die Kugel unterhalb des Kreuzes gelegt wird. Im Februar werden wir zu diesem Ereignis ausführlich berichten.

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Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt

Generalmajor a. D. Christian E. Millotat sprach bei Staufia vor 130 Zuhörern - Kooperation mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft erwies sich als erfolgreich

 

Bonn 26.01.06 - Volles Haus meldete die KDStV Staufia am 18. Januar 2006. Zusammen mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft hatte sie zu einem sicherheitspolitischen Vortrag eingeladen. Die These der alten Bundesregierung, Deutschland werde auch am Hindukusch verteidigt, lockte ca. 130 Zuhörer an.

 

In seinen Ausführungen (Anlage) schoss Generalmajor a. D. Millotat auch manche rhetorische Spitze in Richtung Politik ab und fand damit das ungeteilte Interesse der hochrangigen, meist ehemaligen Soldaten, der Staufen und der nicht wenigen Damen.

 

Die anschließende lebhafte Diskussion wurde militärisch genau beendet, um bei einem Umtrunk in kleinen Kreisen fortgesetzt zu werden. Die Firma D´istinto calatrasi  unseres Bundesbruders Christian Reintjes auf Sizilien und deren deutsches Weinkontor erwiesen sich als gesprächsfördernde Sponsoren. Aktive Staufen in geschliffenem Auftritt erledigten gekonnt den Service.

 

Die Gäste waren von Staufia sehr angetan, so dass Cartellbruder Johannes Lay erwägt, eine Vortragsreihe der DAG auf dem Staufenhaus einzurichten. Wir bleiben dran.

 

Jürgen Frings-Neß

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"Nicht nur Auschwitz...."

Gedenken an die Opfer des Nazi-Terrors - Ermordung und Verfolgung von Bonner Juden - Gedenkstunde im Alten Rathaus zur Erinnerung an den Tag der Befreiung von Auschwitz - Buchpublikation über die Rolle der Medizinischen Fakultät

 

Bonn ib 18.01.06 - Es war ein Tag des Grauens für die Befreier und ein Tag der Freude für die Befreiten - am 27. Januar 1945 befreiten alliierte Truppen das Konzentrationslager Auschwitz. Zur Erinnerung an diesen Tag, die Gräuel des Nazi-Terrors und an das unendliche Leid der Opfer lädt Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann gemeinsam mit der Bonner Initiative zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in das Alte Rathaus ein. Die Gedenkstunde am Donnerstag, 26. Januar, ab 18 Uhr, widmet sich unter dem Titel "Nicht nur Auschwitz..." der Erinnerung an Ermordung und Verfolgung von Jüdinnen und Juden aus Bonn.

Die Bonner Initiative schildert anhand einzelner jüdischer Lebensbilder den Mord und die Vertreibung im Nationalsozialismus. Die kurzen Portraits einzelner Personen werden von Mitgliedern der Initiative vorgestellt. Die musikalische Umrahmung übernimmt der Kammerchor des Philharmonischen Chors der Bundesstadt Bonn unter der Leitung von Thomas Neuhoff.

Der 27. Januar ist der zentrale Gedenktag anlässlich der Befreiung des KZs Auschwitz, damit die Opfer von Nazi-Terror und Gewalt niemals in Vergessenheit geraten. In Bonn ist es bereits Tradition, dass die Oberbürgermeisterin gemeinsam mit der Bonner Initiative zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu einem Empfang ins Alte Rathaus einlädt.

Der Bonner Initiative gehören das Bildungswerk für Friedensarbeit, die Deutsch-Israelische Gesellschaft, die AG Bonn, das Evangelische Forum, der Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie", die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, das Katholische Bildungswerk, die Synagogengemeinde Bonn, die Beueler Initiative gegen Fremdenhass und die Gedenkstätte Bonn e.V. an.

 

Bonner Universität: Kein Hort des Widerstandes - Historiker stellt Buch über die Medizinische Fakultät der Uni Bonn im "Dritten Reich" vor

Noch vor wenigen Jahren war die Beschäftigung mit der nationalsozialistischen Geschichte der Medizinischen Fakultäten in Deutschland ein absolutes Tabu. Nun ist ein Buch erschienen, dass diese Lücke zumindest für die Universität Bonn schließt: auf mehr als 750 Seiten zeichnet der Bonner Historiker Dr. Ralf Forsbach die Geschehnisse in den Bonner Kliniken und Instituten zur NS-Zeit nach. Sein Fazit: Auch wenn es Opposition gegeben habe - ein Hort des Widerstandes sei die Medizinische Fakultät nicht gewesen. Am Freitag, 27. Januar, wird Forsbachs Buch um 11 Uhr im Stucksaal des Poppelsdorfer Schlosses in Bonn vorgestellt.

Die Liste der Unrechtstaten ist lang: In der Psychiatrie behandelte man Patienten zwangsweise mit Elektroschocks. In der Chirurgischen Klinik und der Frauenklinik wurden psychisch Kranke, Homosexuelle und "Fremdarbeiter" gegen ihren Willen sterilisiert und Zwangsarbeiterinnen zur Abtreibung gezwungen. Im Anatomischen Institut arbeitete man mit den Leichen Hingerichteter. Juden mussten auf die Menschlichkeit der Ärzte und des Pflegepersonals hoffen, wollten sie behandelt werden.

"Es gab zwar auch Opposition", erklärte Dr. Ralf Forsbach, seit 1999 Mitarbeiter am Medizinischen Institut der Universität Bonn. "Doch die richtete sich meist nicht gegen das in Bonn verübte Unrecht, sondern wurde erst laut, wenn der Betriebsablauf gefährdet war..." Schon 1933 war jeder dritte Fakultätsangehörige Mitglied der NSDAP, bis 1945 wuchs der Anteil auf knapp 70 Prozent. Bei den Bonner Studenten zeigte sich ein anderes Bild: bei freien Astag-Wahlen konnten die Nazis nie wesentlich mehr als ein Viertel der Stimmen holen.

767 Seiten umfasst das Werk "Die Medizinische Fakultät der Universität Bonn im Dritten Reich", das im Oldenbourg-Verlag 2006 erschienen ist.

  • Dr. Ralf Forsbach, Medizinhistorisches Institut der Universität Bonn, Telefon: 0 22 41/57 5 38, E-Mail: Ralf. Forsbach@t-online.de

 

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Bonn/Berlin: "Däke rechnet vorsätzlich falsch"

 

Bonn ib 18.01.06 - Das Presseamt der Stadt Bonn widerspricht den Forderungen des Präsidenten des Bundes der Steuerzahler Däke, den Regierungssitz Bonn aus Kostengründen auflösen. Es wirft Däke vor, seit Jahren und wider besseres Wissen eine Lösung zu favorisieren, die den Steuerzahler erhebliches Geld kostet. Däke rechne vorsätzlich falsch. Damit widerspreche Däke den Zielen seines Verbandes, Steuersparpotentiale aufzuzeigen und einzufordern. Seit Jahren dränge sich der Verdacht auf, dass Däke seine persönlichen, privaten Ansichten in dieser Frage aus seinem publizistisch beachteten Vereinsamt heraus äußert und ihnen damit einen offiziellen Anstrich verleiht. Damit setze er die Seriösität des Steuerzahlerbundes aufs Spiel. Ginge es Däke um die Einsparung von Steuergeldern, so müsste er für die vom Deutschen Bundestag beschlossene faire Arbeitsteilung zwischen der Bundeshauptstadt Berlin und der Bundesstadt Bonn eintreten. Diese nämlich ist die für die Steuerzahler effektivste Lösung. Unverdächtiger Zeuge dafür ist der Bundesrechnungshof, der in einem vertraulichen Bericht für den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Kosten für die Teilung des Regierungssitzes bereits 2002 akribisch und bis heute unwiderlegt ermittelt hat. Zum gleichen Zeitpunkt veröffentlichte das Bundesbauministerium in Berlin Zahlen über einen Umzug der Bonner Regierungseinrichtungen, die bei etwa fünf Milliarden Euro liegen. (Minister Bodewig vor der Bundespressekonferenz). Da Umzugsgelder aus dem ohnehin überverschuldeten Bundeshaushalt finanziert werden müssten bedeutete eine Umzugsoperation nach den mathematischen Gesetzen von Däke jährliche zusätzliche Zinslasten für den deutschen Steuerzahler von ca 350 bis 400 Millionen Euro, das ist das 35 bis 40fache dessen, was die Aufteilung der Regierungsfunktionen und damit der status quo pro Jahr tatsächlich kostet. Die Pflege von Däkes BdSt-Klientel vor allem in Berlin rechtfertigt nicht die Einmischung in eine politische Frage mit unseriösen Mitteln. Der BdSt ist ein Verein für eine vergleichsweise geringe Anzahl von Steuerzahlern. Er besitzt nicht die demokratische Legitimation aller deutschen Steuerzahler, für diese zu sprechen.

 

Quelle: Stadt Bonn, Friedel Frechen, Pressesprecher

 

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Das 2. Vatikanische Konzil zwischen Mythos und Realität

Öffentlicher Vortrag an der Universität Bonn

 

Bonn 18.01.06 - Vom 2. Vatikanischen Konzil 1965 erhofften sich Viele eine Reform der Kirche. Gekommen ist das Gesetzbuch der Kirche (Codex Iuris Canonici) von 1983. Grund zur Enttäuschung? Oder Gelegenheit zur möglicherweise unliebsamen, aber heilsamen Verabschiedung von dem Mythos, was ein Konzil überhaupt zu leisten vermag? Der Bonner Kirchenrechtler Professor Dr. Norbert Lüdecke geht am Mittwoch, 25. Januar 2006, um 18 Uhr im Hörsaal 10 der Universität Bonn diesen Fragen nach.

 

Nicht nur mit dem offenen Programmwort "communio" verbanden sich Hoffnungen und Forderungen nach Demokratisierung und ökumenischer Öffnung der katholischen Kirche. Die damals laufende Überarbeitung des Kirchenrechts galt als Chance: Mit der Freiheit und Gleichheit aller Gläubigen sollten die Menschenrechte in die Kirche einziehen. Die Forderung nach der Ordination für Frauen wurde lauter und breitete sich aus. Gekommen ist das Gesetzbuch der Kirche (Codex Iuris Canonici) von 1983 - für viele Gläubige eine Ernüchterung.

 

Lüdecke sieht in seinem Vortrag "Studium Codicis, schola Concilii. Eine kanonistische Entmythologisierung" einen "etwas anderen, aber notwendigen Beitrag zum Konzilsjubiläum." Er nimmt das Jubiläum als Anlass für eine realistische Besinnung auf die Grundfesten der römisch-katholischen Kirche, die auch das 2. Vatikanum und seine Wirkungsgeschichte bestimmen. Der Vortrag ist Bestandteil der Ringvorlesung "40 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil 1965-2005", die die Katholisch-Theologische Fakultät der Uni Bonn organisiert hat.

 

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Professor Dr. Manfred J.M. Neumann (Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften), Professor Dr. Reinhard Selten und Rektor Professor Dr. Matthias Winiger bei der Besiegelung des neuen Akademieprojekts (von links). Foto: Frank Luerweg / Uni Bonn

Professor Dr. Neumann, Professor Dr. Selten und Rektor Professor Dr.  Winiger bei der Besiegelung des neuen Akademieprojekts (von links). Foto: Frank Luerweg / Uni Bonn

 

Wie rational ist der "Homo oeconomicus"?

Nobelpreisträger Prof. Dr. Reinhard Selten leitet neues Akademieprojekt an der Universität Bonn

 

Bonn 17.01.06 - Wie treffen wir ökonomische Entscheidungen? Streng rational nach genauer Analyse aller Fakten, die uns zur Verfügung stehen? Oder spielen bei Aktienkäufen und Investitionen - neben einem möglichst hohen Gewinn - auch noch ganz andere Faktoren eine Rolle? Und wenn ja, welche? Um Fragen wie diese geht es in einem neuen Projekt an der Universität Bonn, das von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften gefördert wird. In den kommenden zehn Jahren fließen dafür insgesamt 2,6 Millionen Euro an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität.

Der Bonner Wirtschafts-Nobelpreisträger von 1994 Professor Dr. Reinhard Selten hat heute zusammen mit dem Präsidenten der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, dem Bonner Ökonomie-Professor Manfred J.M. Neumann, und Universitätsrektor Professor Dr. Matthias Winiger den Projektvertrag unterzeichnet.

Lange gingen Wirtschaftswissenschaftler von der Annahme aus, dass Menschen ökonomische Entscheidungen streng rational treffen und dabei sämtliche Informationen berücksichtigen, die ihnen zur Verfügung stehen. "Heute ist klar, dass diese einfache Theorie nicht realistisch ist", erklärt Professor Selten. "So sollte zum Beispiel der Einkaufspreis für die Entscheidung über den Verkauf einer Aktie keine Rolle spielen. Nach der rationalen Theorie kommt es nur darauf an, Chancen und Risiken in der Zukunft gegeneinander abzuwägen. Zu welchem Preis die Aktie gekauft wurde, ist dabei gleichgültig. In Wirklichkeit ist der Einkaufspreis jedoch für solche Entscheidungen sehr wichtig, weil der Vergleich des Verkaufspreises mit Einkaufspreis das Erfolgskriterium liefert." Der Mensch sei ein lernendes Individuum, und Lernen brauche Kriterien für Erfolg und Misserfolg.

"Wir wollen in dem neuen Akademie-Projekt versuchen, zu einer umfassenden Theorie der eingeschränkten Rationalität zu kommen, die auch die psychologischen Komponenten berücksichtigt", so der Nobelpreisträger weiter. Dabei sollen auch Experimente im "Wirtschafts-Labor" helfen: Dort sollen Versuchspersonen ökonomische Entscheidungssituationen "nachspielen" und können dabei echtes Geld verdienen.

Hilfreich ist die lange Laufzeit des Projekts: Bis 2015 steht die Finanzierung; 260.000 Euro jährlich fließen in dieser Zeit an die Bonner Uni. "Akademie-Projekte sind aufgrund ihrer Langfristigkeit ein extrem wichtiger Baustein für eine Forschungsuniversität wie die Uni Bonn", betont Rektor Professor Dr. Matthias Winiger. "Damit lassen sich auch Großvorhaben angehen, die sich in wenigen Jahren gar nicht bewältigen ließen."

Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften fördert momentan 15 Langzeitvorhaben. Allein elf davon stehen unter Federführung der Universität Bonn. Damit liegt die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität bei der Akademie-Förderung mit weitem Abstand an der Spitze der NRW-Hochschulen.
 

Quelle: Uni-Bonn

  • Professor Dr. Reinhard Selten, Labor für Experimentelle Wirtschaftsforschung an der Universität Bonn, Telefon: 0228/73-9192

  • Dr. Heike Hennig-Schmidt, Telefon: 0228/73-9195, E-Mail: hschmidt@uni-bonn.de

 

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Alte Hasen und frische Füchse

Convent wählte das Chargenkabinett

 

Bonn 09.01.06 - Der Sommer kann kommen. Zumindest personell ist die Verbindung jetzt für das „WM-Semester“ gerüstet. Die Wahl selbst ging relativ schnell voran. Wegen der Abwesenheit einiger Bundesbrüder, kann der Scriptor erst auf dem Dechargierungsconvent verlautbart werden. Und so hat der Convent gewählt:

  • Senior: Thomas Haenel

  • Fuchsmaior: Alexander Wegerhof

  • Consenior: Rudolf Thilmann

  • Scriptor: N.N.

  • Quaestor: Michael Darde

Bereits kurz nach dem Convent trat das neu gewählte Kabinett zu ersten Sondierungsgesprächen hinsichtlich des 203. Couleursemesters der Verbindung zusammen. Unserer Redaktion gegenüber ließ der nächste Senior bereits durchblicken, dass eine Aktivenfahrt nach Salzburg und Programmpunkte rund um die WM geplant würden. Wir wünschen alles Gute!

 

 

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Vom Beethovenhaus bis zum 'Ohrenkuss...'

Bonn führt in NRW "Orte der Ideen" mit neun Projekten an

 

Bonn 02.01.06 - Unter den 35 Städten mit 60 "Orten der Ideen" in Nordrhein-Westfalen liegt Bonn klar vorn. Wie einer Mitteilung des Landesinnenministeriums zu entnehmen ist, kommen alleine neun "Orte" aus Bonn, gefolgt von Köln mit sechs "Orten". Der berühmteste Bonner "Ort" ist das Beethovenhaus. Zu den Ideenschmieden zählen aber neben dem Geburtshaus des Komponisten Ludwig van Beethoven auch die Bundeszentrale für politische Bildung, der Deutsche Akademische Austausch Dienst, die Stiftung Denkmalschutz, die Deutsche Welthungerhilfe und das Deutsche Museum Bonn. Weitere Bonner Projekte sind T-Gallery, das Zukunftsforum der Deutschen Telekom AG sowie die soziale Einrichtung "Ohrenkuss.... da rein, da raus".

NRW spielt bei der Imagekampagne zur Fußball Weltmeisterschaft 2006 "Deutschland - Land der Ideen" ganz vorne mit. Landesinnenminister Dr. Ingo Wolf: "Hier liegen im Ländervergleich die meisten "Orte im Land der Ideen". Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hatte das Projekt vorgestellt, bei dem aus 1200 Bewerbungen bundesweit 365 "Orte" ausgewählt worden sind. Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann freut sich, dass Bonn bei diesen 1200 Bewerbungen überproportional erfolgreich war und mit deutlichem Abstand die NRW-Projektliste anführt.

Quelle: Stadt Bonn

 

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Tannenbaum für Mensch und Umwelt

Staufias Weihnachtsbaum kommt aus der Eifel

 

Bonn 15.12.05 - Es weihnachtet sehr auf dem Staufenhaus. Heute wird der Kneipsaal für die Feuerzangenbowle geschmückt, der große Topf mit Wein, Früchten und Gewürzen ist angesetzt und der Weihnachtsbaum ist auch schon da. Den haben zwei Bundesbrüder im Schweiße ihres Angesichtes bei Reif und Schnee an der landwirtschaftlichen Fakultät geholt.

Wie in den Vorjahren, so werden dort auch in diesem Jahr Weihnachtsbäume gegen eine Spende abgegeben. Die Bäume und Zweige stammen von schutzwürdigen Flächen aus der Eifel, in diesem Jahr aus dem Nationalpark Eifel. Sie werden dort gefällt, um die Entwicklung naturnaher Laubmischwälder zu fördern. Bei den Maßnahmen wirken seit rund 25 Jahren Studierende der Agrarwissenschaften, Ernährungswissenschaften, Biologie und Geographie mit.

Eine Hälfte des Erlöses soll – wie auch in den vergangenen Jahren - an die Lebensgemeinschaft Eichhof im Bröltal gehen, die sich mit großem Engagement besonders für autistische Jugendliche/Erwachsene einsetzt. Die andere Hälfte wird für den Naturschutz in Siebenbürgen/Rumänien (Umgebung Klausenburg und Hermannstadt) zur Verfügung gestellt.

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Bonner Highlights 2006

Das Beste aus dem neuen Terminkalender der Stadt

 

Bonn 15.12.05 - Die Veranstaltungsvorschau für das Jahr 2006, kompakt und zum Herunterladen: Konzerte, Ausstellungen, Sport, Stadt- und Traditionsfeste, Märkte.

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Kauf dir einen Acker in Anatot

Novesen und Staufen gehen mit gemeinsamer Frühschicht in den Advent

 

Bonn/Anatot 29.11.05 - Es ist 7.15 Uhr an einem Dienstag im Advent. Ein abgedunkelter Raum. Im vorderen Bereich sitzen knapp zwei Duzend Studenten im Kreis um einen Adventskranz und singen mit teilweiser noch belegter Kehle, aber doch aus voller Brust „Fasset mut und habt Vertrauen“.

 

Nur selten im Jahr ist zu bereits vor Sonnenaufgang das Staufenhaus hell erleuchtet und von so vielen wachen Bundesbrüdern bevölkert. Da wundert es nicht, dass die morgendliche Adventsandacht mit Bachs Choralvorspiel „Wachet auf“ beginnt. Aber die Staufen sind nicht nur unter ihresgleichen, denn eine große Schar Cartellbrüder e.v. KDStV Novesia pilgerten durch die dunkle Nacht in die Baumschulallee, um gemeinsam zu singen, zu beten und zu bitten. Zentrales Thema des Gottesdienstes ist "Vertrauen und Hoffnung". Im Mittelpunkt steht ein Lesungstext des Propheten Jeremia. Im Jahre 587 vor Christus wurde Jerusalem von den Babylonischen Truppen belagert. Jeremia saß wegen Wehrkraftzersetzung im Jerusalemer Gefängnis ein, weil er Antipropaganda betrieb und weissagte, dass Jerusalem in die Hand des Feindes fallen werde. Trotz Kerker, Krieg und Hoffnungslosigkeit, kaufte der Prophet auf Geheiß Gottes einen Acker in Anatot, das im Feindesgebiet lag. Aus Sicht eines Immobilienspekulanten mag dies ein schlechtes Geschäft gewesen sein. Mit einem Perspektivenwechsel erscheint es aber auch als Zeichen der Hoffnung. Dort, wo Situationen aussichtslos erscheinen, wo Gewalt herrscht, wo Freunde abrutschen, wo Unfriede herrscht, genau da sollen wir uns aus den Maueren der Angst, des Schweigens und des Egoismus befreien und Mut haben, einen Acker in Anatot zu kaufen. Zeichenhaft wird auf der Landkarte eine brennende Kerze auf Anatot gestellt, während Jerusalem durch Steine symbolisiert ist. Nach dem Segen findet die Gemeinschaft beim Frühstück ihre Fortsetzung. Könnte man sich einen besseren Start in den Tag und den Advent vorstellen?

 

Noch drei weitere Gottesdienste werden die Staufen auf ihrem weg zur Krippe 2005 begleiten; Darunter auch ein geistlicher Abend im Bonner Münster mit dem Stadtdechanten und Münsterpfarrer Wilfried Schumacher.

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Ein Mann der Mitte

Kölner Weihbischof Norbert Trelle wird Bischof von Hildesheim

 

Hildesheim/Vatikanstadt (bph) 29.11.05 - Norbert Trelle, Weihbischof von Köln, ist der 70. Bischof von Hildesheim. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn am 29. November um 12 Uhr mittags. Das gaben der Heilige Stuhl und Weihbischof Hans-Georg Koitz, Diözesanadministrator im Bistum Hildesheim, zeitgleich in Rom und Hildesheim bekannt.

 

Norbert Trelle wurde am 5. September 1942 in Kassel geboren und studierte in Bonn und Innsbruck. Am 2. Februar 1968 wurde er in Köln zum Priester geweiht. Er wirkte als Seelsorger im Erzbistum Köln, zuletzt als Stadtdechant in Wuppertal. Am 1. Mai 1992 wurde Trelle zum Bischof geweiht und ist im Erzbistum Köln mit dem Pastoralbezirk Süd beauftragt. Norbert Trelle ist Bischofsvikar für die Seelsorge an ausländischen Katholiken und Mitglied der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Kommission für Migration der Deutschen Bischofskonferenz. Außerdem leitet er als Vorsitzender die Arbeitsgruppe „Missionarische Seelsorge in säkularen Lebensräumen“.

 

Mit diesen seelsorglichen Erfahrungen ist Norbert Trelle nach Ansicht des Hildesheimer Diözesanadministrators Weihbischof Hans-Georg Koitz „hochgeeignet“ als Bischof von Hildesheim. Trelle sei den Menschen zugewandt und strahle Glaubensfreude und eine rheinländische Fröhlichkeit aus, begründet Koitz die Wahl des Hildesheimer Domkapitels. Als „Mann ohne Berührungsängste und Mann der Mitte“ beschreibt Koitz den neuen Bischof von Hildesheim.

 

Die niedersächsische Landesregierung hat der Wahl des Hildesheimer Domkapitels zugestimmt. Ministerpräsident Christian Wulff beantwortete einen Brief des Hildesheimer Diözesanadministrators Koitz mit dem Hinweis: „Die niedersächsische Landesregierung hat keine Bedenken und freut sich auf eine intensive Zusammenarbeit, mit Gottes Hilfe.“ Hintergrund ist der Artikel 6,1 des Preußenkonkordats von 1929. Demnach muss sich das Hildesheimer Domkapitel nach der Wahl eines Bischofs bei der niedersächsischen Landesregierung versichern, „dass Bedenken politischer Art gegen ihn nicht bestehen“.

 

Der Bischöfliche Stuhl ist seit dem 20. August 2004 vakant. Der damalige Bischof Dr. Josef Homeyer hatte Papst Johannes Paul II. gemäß Kirchenrecht zu seinem 75. Geburtstag am 1. August 2004 seinen Rücktritt angeboten. Johannes Paul II. nahm dieses Rücktrittsgesuch zum 20. August 2004 an. Am 23. August 2004 wurde Weihbischof Hans-Georg Koitz vom Domkapitel zum Diözesanadministrator gewählt und leitet das Bistum bis zur Einführung des neuen Bischofs.

Die Einführung von Weihbischof Norbert Trelle als 70. Bischof von Hildesheim wird voraussichtlich am Samstag, 11. Februar 2006 stattfinden.

 

Quelle: Bistum Hildesheim

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Müssen Verbindungsstudenten draußen bleiben?

CV weist Vorwürfe des SPD-Parteitags zurück

 

Berlin 16.11.2005 – Mit Unverständnis und Empörung hat der Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) auf den heutigen Antrag des SPD-Parteitags in Karlsruhe reagiert,  Parteimitgliedschaft und gleichzeitige Mitgliedschaft im CV für „unvereinbar“ zu erklären. „Als größter katholischer Akademikerverband Europas sind wir durch unsere Prinzipien Amicitia, Scientia, Religio und Patria einem demokratischen Deutschland in einem geeinten Europa verpflichtet“, sagte CV-Präsident Dr. Karlheinz Götz (64) in Berlin. Dazu gehört der Dialog mit Angehörigen anderer Religionen und Kulturen ebenso wie der Respekt vor gesellschaftlichen Minderheiten. „Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im CV sind die Zugehörigkeit zur römisch-katholischen Kirche sowie ein laufendes oder abgeschlossenes Universitäts- oder Fachhochschulstudium“, sagte Götz. Frauen haben die Möglichkeit, sich als Couleurdamen in einer CV-Verbindung zu engagieren.

 

Der CV umfasst knapp 30.000 Mitglieder, die in der Bundesrepublik an allen größeren Hochschulstandorten in 126 Einzelverbindungen organisiert sind. Im kommenden Jahr feiert der Verband sein 150. Jubiläum. Prominente CVer sind unter anderen Papst Benedikt XVI., etliche Kardinäle und Bischöfe, der ehemalige Bundeswirtschaftsminister im Kabinett Schröder, Dr. Werner Müller, NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers (CDU), sein Amtskollege Dr. Edmund Stoiber (CSU), der Showmaster Thomas Gottschalk, ZDF-heute-journal-Chef Claus Kleber, ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender, der ehemalige Bundesaußenminister Klaus Kinkel (FDP) und der Fußballnationalspieler Christoph Metzelder.

 

Der Verband prüft, so Götz, gegen die öffentliche Verleumdung juristische Schritte einzuleiten.

 

V.i.S.d.P. Dr. Benedikt Vallendar

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60. Todestag von Pater Rupert Mayer

 

Rom/München 01.11.05 - Ein Jahrestag heute droht angesichts der vielen Gedenken zum 60-jährigen Kriegsende etwas unterzugehen: Heute vor 60 Jahren, am 1. November 1945, starb in der Kapelle des Münchener Hauptbahnhofs der Münchener "Männerapostel" Pater Rupert Mayer. Papst Johannes Paul II. sprach den Jesuiten und Nazi-Gegner 1987 in München selig. Die letzten Worte des Predigers waren "Der Herr, der Herr, der Herr".

 

Bekannt wurde Pater Rupert Mayer vor allem wegen seiner unermüdlichen Sammlungen von Hilfen für Menschen in Not in der bayerischen Landeshauptstadt. Schon während der Jahre des ersten Weltkrieges und der Notzeit danach war er für arme und Rat suchende Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen eine Institution. Bis zu 70 Menschen suchten ihn jeden Tag in seinem Zimmer im Komplex der Jesuitenkirche St. Michael im Zentrum Münchens auf. Ob "arme Schlucker oder reiche Schwerenöter", so ein Zeitzeuge, sie fanden einen gesprächsbereiten, aufmerksam zuhörenden Partner.

 

Der damals angesehenste und bekannteste katholische Priester der bayerischen Landeshauptstadt handelte nach einem von ihm selbst formulierten Leitsatz: "Alles Harte und Abstoßende in eine liebenswürdige Art umzuformen, um die Menschen für Christus zu gewinnen und die Religion den Menschen liebenswert zu machen." Spendern, die ihm Geschenke brachten, sagte er: "Wenn Sie mir etwas geben wollen, geben Sie mir's für die Armen, da machen Sie mir die größte Freude". Skeptikern, die fragten, ob denn die geleistete Hilfe immer auch die Richtigen erreiche, antwortete er: "Wer nicht angeschmiert wird, hat nie etwas Gutes getan". Seine Predigten gegen den Nationalsozialismus brachten ihm den Hass der Braunhemden ein - und schließlich mehrere Haftstrafen, nach denen er immer wieder gegen Hitlers Regime predigte, bis er sieben Monate im KZ Sachsenhausen in Isolierhaft gehalten wurde. Von dort "verbannten" die Nazis ihn ins Kloster Ettal, das er erst 1945 wieder verließ. Sein Grab in der Münchener Bürgersaalkirche ist auch heute noch das Ziel unzähliger Beter. Pater Rupert Mayer sagte einmal: "Ein alter einbeiniger Jesuit lebt, wenn es Gottes Wille ist, länger als eine 1.000-jährige gottlose Diktatur." Sein Leben hat es bewiesen. (Quelle: Radio Vatikan)
 

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Statt Blitzableiter: Kreuz und Krone für die Bonner Münsterbasilika

Auch Staufia spendet für einzigartige Turmbekrönung des 85 Meter hohen Münsterturms

 

Bonn 20.10.2005 - Der 85 Meter hohe Turm der Bonner Münsterbasilika soll bis Februar 2006 eine im Kirchbau einzigartige Krönung erhalten. Wo andere – meist katholische – Kirchtürme mit Kreuz und Wetterhahn ihren Abschluss finden, thront in Bonn heute noch ein schmuckloser, vierzackiger Blitzableiter – von manchen Beobachtern auch als moderne Kirchturmskunst missverstanden. Damit soll jetzt Schluss sein.

Die Bonner Münster-Stiftung nutzt die derzeit laufenden Dachdeckerarbeiten, die Einrüstung des Turmhelmes und die Sanierung der Turmspitze, um dem Hauptturm der päpstlichen Basilika einen würdigen und künstlerisch einmaligen Abschluss zu geben: Die fünf Meter hohe und 500 Kilogramm schwere Bekrönung wird aus Kreuz, Märtyrerkrone und Kugel mit Pyxis bestehen, wie Stadtdechant Wilfried Schumacher und Prof. Dr. Gisbert Knopp, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, berichten.

 

Krone der Märtyrer

Wie auf dem Kölner Dom der Stern von Bethlehem zu sehen ist, der die Drei Könige zur Krippe führte, und deren Gebeine im Dom verehrt werden, so erhält der Bonner Münsterturm eine im Durchmesser etwa 1,50 Meter große Krone aus vergoldeter Kupfer- und Bronzelegierung. Sie ist deutliches Zeichen, dass die über 850 Jahre alte Kirche im Herzen Bonns über den Gräbern der Märtyrer Cassius und Florentius errichtet worden ist. Beide waren Soldaten der thebäischen Legion Roms, die in Bonn wegen ihres Bekenntnisses zum christlichen Glauben hingerichtet worden sind. An die vermutete Hinrichtungsstätte am Kreuzberghang erinnert heute noch die Marterkapelle. Die Straße wird „Mordkapellenpfad“ genannt. Die nordafrikanischen Märtyrer wurden bereits in sehr früher Zeit – etwa 691 nach Christus – in Bonn verehrt und 1643 zu Bonner Stadtpatronen erhoben. Über ihren Gräbern errichtete das Stift St. Cassius und Florentius im 12. Jahrhundert die Basilika. Die Krone ist auf Märtyrerdarstellungen Sieges- und Ehrenzeichen. Sie wurde in der Geschichte aus dem Siegeskranz entwickelt.

 

Spendenaufruf

Die Kosten von rund 40.000 Euro will die Münster-Stiftung ausschließlich aus Spenden finanzieren. Wer mindestens 100 Euro stiftet kann sich auf einer Pergamentrolle (die anschließend konserviert wird) verewigen, die in der Kugel unter dem Kreuz an der Turmspitze auf „ewige Zeiten“ deponiert wird. Spender, die sich mit mehr als 1000 Euro beteiligen, erhalten zusätzlich die „silberne Münsternadel“ und Spender, die mehr als 2500 Euro für das Projekt geben, werden zudem auf der geplanten Spendertafel im Kreuzgang verewigt werden. Startschuss für den Spendenmarathon ist das Hochamt um 10 Uhr am Sonntag, 30. Oktober 2005.

 

Staufia ist mit dabei

Bei der Semesterantrittskneipe waren die Alten Herren in Spenderlaune, weshalb uns bereits jetzt schon ein Platz in der goldenen Kugel sicher ist. DANKE! Aber wir werden noch weitersammeln. Mal sehen, wie viel dabei herauskommt. Wer Spenden möchte, kann dies natürlich direkt tun oder aber Staufia als Sponsor unterstützen. Die Koordination wird von Bbr. Reinhard Sentis übernommen. Auf dem Pergament wird dann der Name der Verbindung stehen. Stellvertretend unterschreibt der Senior, was sicherlich auch phototechnisch dokumentiert wird.

 

Quelle: Stadt Bonn

 

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Die Idee der universalen Einigung der Menschen ist die Idee der Menschheit Europas; ihr verdankt sie ihre Zivilisation, für sie allein lebt sie.

Europaseminar führte die Staufen nach Brüssel zu Nato und EU

 

Bonn/Brüssel/Leuven 20.10.2005 - Auch wenn Fjodor Dostojewski Mitte des 19. Jahrhunderts noch nichts von der EU und ihren verschiedenen Organen wissen konnte, so hat er mit seiner Aussage eine schwere Bürde auf unsere Schultern gelegt, deren Lösung wir uns mit eigenen Augen ansehen wollten. Deshalb brachen - in bewährter Tradition der Europafahrten von Franz Hubert Schorn - am 12. Oktober dreizehn Staufen und Cartellbrüder mit weiblicher Begleitung von Bonn nach Brüssel auf, um nachzusehen und nachzuhören, wie weit wir in Europa schon auf dem Weg der Zivilisation sind.

 

Nach schneller Fahrt durch Deutschland und Belgien in der Dunkelheit, die Dank der belgischen Autobahnlaternen problemlos gemeistert wurde, kamen wir morgens in Leuven, unserem Standort, an und konnten sehr bald mit der Bahn unsere Reise in das Zentrum der europäischen Macht fortsetzen.

 

Dort nach einigen Eingangskontrollen gut angekommen bekamen wir durch Oberst Wünsche und seine Mitarbeiter unser erstes "breefing" in „NATO-Sprech“ mit den entsprechenden Abkürzungen, militärischen Fachtermini und brüsselianischem Englisch. Schnell war uns klar, ohne die NATO läuft im militärischen Feld bei der EU nichts, ohne die EU läuft nach den militärischen Einsätzen im Ausland noch weniger. (Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass am Beispiel Kroatien schnell der Eindruck entstand: die einen machen kaputt, die anderen bauen wieder auf). Deutlich wurde auch, dass die Zusammenarbeit zwischen der NATO und der EU noch am Anfang steht, dieser Anfang mit Problemen wie z.B. der Türkei und anderer Ländern, die Partner nur einer der beiden Organisationen sind, aber zu meistern ist.

 

Kurz danach erlebten wir den Vortrag von Herrn Haag, der als Abteilungsleiter im Generalssekretariat der EU-Kommission tätig ist. Auch hier bestätigte sich der Eindruck, den wir schon vom ersten Vortrag her hatten und der uns beide Tage begleiten sollte: Jede Institution in Brüssel ist wichtig, wenn nicht sogar die wichtigste! Herr Haag machte uns klar, dass ohne die Kommission in Brüssel - und damit in Europa - gar nichts läuft, ist sie doch eigentlich die Regierung der EU. Vor allem der Hinweis, dass nur dieses Organ Gesetzesinitiativen auf den Weg bringen kann - also z.B. nicht die Regierungen der Nationalstaaten - unterstrich diesen Anspruch, den wir am nächsten Tag noch öfters hören sollten.

 

Nach einem sehr guten Pommes-frites-Mittagessen am bekanntesten Imbisspavillon der Stadt ging es auf Besichtigungstour. Dank der sachkundigen Führung durch die Gattin von Bbr. Jochen Richter erhielten wir einen schnellen architektonischen Überblick über die wichtigsten EU-Gebäude und die historische Altstadt. Alles einzeln aufzuzählen würde den Rahmen dieses Artikels sprengen; doch festzuhalten bleibt, dass Brüssel in den letzten vier Jahren einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht hat , was sich auch beim Besuch der Altstadt zeigte, der leider viel zu kurz war. (Doch ist dies nicht Grund genug, Brüssel bald wieder zu besuchen?!)

 

Den Abend verbrachten wir an unserem Standort Leuven mit e.v. KAV Lovania. Der Kontakt zu ihr war durch Cbr. Franz Josef Schaffrath (Wld, BvBo, Lov) zustande gekommen, der sich rührend um unsere Unterbringung und die Gestaltung des Abends gekümmert hatte. Staufia dankt ihm von Herzen.

 

Das gemeinsame leckere Abendessen brachte neben der cartellbrüderlichen Begegnung zumindest eine Erkenntnis: Wir haben noch nie so gut und so komprimiert aus erster Quelle die Probleme Belgiens mit seinen flämischen, wallonischen und deutschen Sprachgruppen kennengelernt und gleichzeitig einen Überblick über die Schwierigkeiten der belgischen Innenpolitik und ihrer unterschiedlichen Organisationsformen erhalten. Wer bis dahin dachte, die EU sei kompliziert aufgebaut und fern vom Bürger, der kannte die belgische Innenpolitik nicht.

 

Doch hiervon nicht abgeschreckt, ging es nach dem Abendessen zum obligatorischen Zug durch die Lokale am Alten und am Großen Markt, wobei nahezu in jeder Studentenkneipe ein Bier getrunken wurde. Wie viele Kneipen (und Biere) es dann tatsächlich gewesen waren, konnte uns am nächsten Morgen keiner mehr sagen. Aber das war kein Grund, nicht um 9.00 Uhr schon wieder nach Brüssel aufzubrechen, wo uns ein Besuch der EU-Parlaments und ein Gespräch mit unserer Bonner EU-Abgeordneten Ruth Hieronymi (MdEP) erwartete. Auch hier wurde betont, dass das EU-Parlament - und noch mehr natürlich seine Abgeordneten - die wichtigsten Organe der EU sind. Interessanterweise wurde aber eingeräumt, dass die Kommission innerhalb der EU ein wesentlicher Faktor sei. Frau Hieronymi blieb uns keine Antwort auf unsere Fragen schuldig, so dass wir so unser Bild über Brüssel gut abrunden konnten, bevor es dann in die sehr gute Kantine des Europäischen Parlaments ging.

 

Gestärkt und wissbegierig brachen wir zur letzten Gesprächstunde auf. Dort erfuhren wir durch Cbr. Robert Möhrle (ChT) von der EU-Vertretung des Landes Thüringen, wie die Bundesländer versuchen, ihren Einfluss in der EU, vor allem in der Kommission, durchzusetzen. Wie nicht anders zu erwarten, ist natürlich auch diese Arbeit sehr wichtig, wobei sie sich durch eines besonders auszeichnet: viele persönliche Kontakte mit zahlreichen Diners, Empfängen und anderen Einladungen, die notwendig zu sein scheinen, um die eigenen Landesinteressen durchzusetzen. Ja, das Leben in Brüssel ist schon hart, muss man sich doch manches erdinieren.

 

Nun galt es Abschied zu nehmen von Brüssel. Nach einer kurzen Stärkung in Leuwen ging es auf den Rückweg mit der Erkenntnis, dass Brüssel zwar nicht Europa ist, aber auf dem Weg zur Zivilisation nützlich sein kann.

 

Neben den schon Genannten gebührt ein besonderer Dank Bundesbruder Jochen Richter, der von seinem Arbeitsplatz beim EU - Parlament aus Termine und Vortragssorte koordiniert hat, und seiner lieben Frau, die uns einen Nachmittag lang zu den Sehenswürdigkeiten Brüssels geführt hat.

 

Ein herzlicher Dank geht auch an alle Spenderinnen und Spender der Polenreise. Ihre Großzügigkeit erlaubte es, die Unterbringungs- und Verpflegungskosten der aktiven Teilnehmer zu übernehmen.

 

Jochen Zweig, St! Phil xxx

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