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Kunst und Kultur im Rom der
Päpste II |


7. Michelangelo und Giacomo
della Porta, Holzmodell der Kuppel von St. Peter, Innenansicht, 1558-1561,
Fabbrica di San Pietro, Vatikanstadt
© Fabbrica di San Pietro, Vatikanstadt
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Barock im
Vatikan |
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Eine Ausstellung der Kunst-
und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, in Kooperation
mit den Musei Vaticani, der Fabrica di San Pietro und der Biblioteca
Apostolica Vaticana |
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Sonntag, 29. Januar 2006 |
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11.00 Uhr |
Treffen im Foyer der Kunst- und Ausstellungshalle |
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anschl. |
Besuch
der Ausstellung |
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12.30 Uhr |
Imbiss auf dem Haus |
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Weitere Informationen |
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Anmeldung |
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Verbindliche Anmeldung bis 20.01.06 bei Philisterconsenior Hans Vallen
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Kosten |
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Eintritt: 7,50 € pro Person |
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Adresse &
Anfahrt |

Anfahrtsskizze (bitte klicken)
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Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Bonn
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Parkplatz
Unmittelbar an der Kunst- und Ausstellungshalle befinden sich ein Parkhaus
mit 535 PKW-Stellplätzen, ein
Parkplatz mit 200 Stellplätzen und zusätzlich direkt vor dem Parkhaus
Bus-Parkplätze.
Öffnungszeiten des Parkhauses
Montags von 9 bis 20 Uhr, dienstags bis sonntags und feiertags von 9 bis 22
Uhr. |
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Bahn
Anreise ab Hauptbahnhof Bonn U-Bahnlinien 16, 63, 66 (in Richtung
Regierungsviertel/ Bad Godesberg) bis
Heussallee
Bus
Linien 610 und 630 bis Heussallee |
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Informationen zur Ausstellung |

2. Giovanni Lanfranco, Madonna
mit Kind und dem hl. Laurentius, Palazzo del Quirinale, Roma
© Palazzo del Quirinale, Roma

15. Federico Barocci,
Vorzeichung zur "Heimsuchung", Studie für den rechten Arm des Joseph,
1583-1586, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz – Kupferstichkabinett,
Berlin
© Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz – Kupferstichkabinett, Berlin,
Foto: Jörg P. Anders

5. Giovanni Batista Gaulli,
Entwurf für die Ausmalung der Kuppel von Il Gesù, nach 1689, Museum Kunst
Palast, Düsseldorf
© Museum Kunst Palast, Düsseldorf


18. Michele Balla, Münze von
Sixtus V. mit dem Obelisken auf dem Petersplatz (Vorderseite), 1586,
Staatliche Münzsammlung, München
© Staatliche Münzsammlung, München |
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Barock im Vatikan setzt die erfolgreiche Vorgängerausstellung
Hochrenaissance im Vatikan fort. Gezeigt werden über 350 Objekte: Die
teilweise erstmals ausgeliehenen Kunstwerke der Kooperationspartner im
Vatikan, der Biblioteca Apostolica Vaticana, der Fabbrica di San Pietro und
der Musei Vaticani werden ergänzt durch Leihgaben aus zahlreichen
europäischen Sammlungen.
Zentrum der Ausstellung ist das große, ca. 5 Meter hohe Holzmodell der
Kuppel der Peterskirche von Michelangelo und Giacomo della Porta. Mit
Michelangelos Kuppel entsteht nicht nur das Emblem des barocken Roms: die
nach über hundertjähriger Baugeschichte vollendete Kirche mit Kuppel und
Platzanlage versinnbildlicht wie kein anderes Kunstwerk den Anspruch der
gegenreformatorischen Kirche auf Weltgeltung: ein Anspruch, der seinen
Ausdruck - bei schwindender politischer Bedeutung - vor allem in einem
geistigen und künstlerischen Führungsanspruch des päpstlichen Roms mit
europäischer Ausstrahlung fand. Entsprechend zieht sich die Bau- und
Ausstattungsgeschichte von St. Peter wie ein roter Faden durch die einzelnen
Sektionen. Beteiligt waren die berühmtesten Künstler der Epoche, darunter
nach Michelangelo Bernini, Borromini, Sacchi, Guercino und Reni.
Im päpstlichen Rom des späten 16. und 17. Jahrhunderts bündeln sich wie in
einem Brennglas die religiösen, künstlerischen und wissenschaftlichen
Strömungen der Epoche. Auf diesem ‚Markplatz der Welt’ fand Kunst, finden
aber auch die neuesten geistigen und wissenschaftlichen Errungenschaften das
entsprechende Publikum. Daher nutzen die Päpste und ihre Kardinäle, die
großen Ordensgemeinschaften, aber auch die römischen Adelsfamilien Kunst und
Wissenschaft mit Konsequenz und Erfolg zur Verherrlichung der in der
katholischen Reform erneuerten Kirche und zur Inszenierung ihrer jenseitigen
und diesseitigen Repräsentanten.
Barocke Kunst wirkt im Zusammenspiel von Architektur, Malerei und Skulptur,
im wohlüberlegten Zusammenwirken von Licht, Material und Farbigkeit. Die
Ausstellung unternimmt es, dies durch die Einbeziehung unterschiedlicher
Medien wie Gemälde, Skulpturen, Bildteppiche, Paramente, Bücher, Stiche und
Zeichnungen für den Besucher erlebbar zu machen. Dabei werden die großen
Aufgaben päpstlichen Mäzenatentums, aber auch die Auftraggeberschaft von
Kardinälen und Orden, konzentriert auf die wichtigsten (und schönsten)
Beispiele, vorgestellt: Dazu zählte etwa der Bau und die Ausstattung von
Familienpalast und Villa, die Errichtung einer Familienkapelle und vor allem
auch die Errichtung und Ausstattung großer Ordenskirchen.
Nicht nur römische Kunst fand europaweit Beachtung. Rom und der Vatikan
waren, nicht zuletzt durch die weltweiten Beziehungen der Missionsorden,
auch als Wissenschaftszentrum von Bedeutung. Die Biblioteca Apostolica
Vaticana und der Kreis um Kardinal Cesar Baronius waren entscheidend für die
Begründung der kritischen Kirchengeschichte und die Herausbildung der
christlichen Archäologie. Eine Vorreiterrolle bei der Heranbildung unseres
modernen Weltbildes hatte die römische Accademia dei Lincei, Vorbild aller
modernen Wissenschaftsakademien. Benannt nach dem scharfäugigen Luchs (ital.
lince) hatte sich die Accademia kein geringeres Ziel gesetzt als das Studium
des theatrum totius naturae, der bildlichen Erfassung aller
Naturerscheinungen. Den ‚Luchsäugigen’ ist die erste, mit Hilfe eines
Mikroskops entstandene Abbildung zu verdanken: Dargestellt sind
bezeichnenderweise die Wappentiere Papst Urbans VIII., die Bienen.
Die in diesem Zusammenhang mit dem Hermann von Helmholtz-Zentrum für
Kulturtechnik der Humboldt-Universität Berlin konzipierte
Ausstellungssektion zeigt nicht nur zeitgenössische Dokumente, Instrumente
und ‚Wundermaschinen’: Nachbauten der wichtigsten Instrumente ermöglichen
einen ungewöhnlichen und oft erstaunlichen Einblick in die Wissenskultur des
Barock in Rom, ganz im Sinne der Zeit. Getreu der Kunsttheorie der Epoche
wirken Wissenschaften und Kunst ähnlich: Sie sollten bei dem Betrachter
stupore, Erstaunen und meraviglia, Verwunderung, erzeugen. So werde die
Neugierde angeregt, der Erkenntnisprozess ausgelöst und gleichzeitig das
Vergnügen gewahrt: Dies hat sich auch die Ausstellung Barock im Vatikan zum
Ziel gesetzt. |
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