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Wie fast alle
katholische Studentenverbindungen hatte auch Staufia während der NS-Zeit
Unterdrückungen und Benachteiligungen zu erdulden, bis im Jahre 1936 die aktive
Verbindung aufgelöst und der Altherrenverband 1938 durch die NS-Machthaber
verboten wurde.
Der Gemeinschaftsgeist
und das Zusammengehörigkeitsgefühl des durch Staufia begründeten Lebensbundes
ließen und lassen sich nicht verbieten. Der Kontakt unter den Staufen riss auch
in dieser schweren Zeit nicht ab. Sofort nach dem Kriege wurden Bemühungen
unternommen, die Verbindung wieder aufleben zu lassen. Am 5.12.1947 wurde die
Staufia an der Universität Bonn wiederbegründet. Sie nahm bald wieder großen
Aufschwung und konnte, nach vorübergehender Heimstatt in der Quantiusstraße,
1964 ihr neues Haus in der Baumschulallee 22 beziehen.
In den fast 100 Jahren
unseres Bestehens hat die Idee des Lebensbundes über die bloße Studienzeit
hinaus nicht an Gültigkeit, Bedeutung und Faszination verloren. Wir Staufen
pflegen Traditionen, die - in der Geschichte gewachsen - auch heute noch
Aktualität besitzen. Sie sind ein Bindeglied zwischen den Alten Herren und den
aktiven Studenten und Ausdruck unserer
Prinzipien.
Staufia
Eine feste Burg
errichtet auf dem Fundament Religio
und getragen durch Säulen aus Amicitia
dynamisch durch eine Statik nach
Scientia
und eingebettet in Patria
Erhaben, bunt und schillernd
in sich die verschiedensten Baustile
vereinend
Und über dem geöffneten Eingangsportal
in großen Lettern eingraviert
"suum cuique"
Und mitten drin der Turm
der aus grauem Fels
durch weiße Wolken
in des Himmels blau ragt
Das ist Staufia
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