Liedgut

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Burschenstrophe

Musik: nach Friedr. Ferd. Nestler (1798‑1876)

(Melodie: CV‑Liederbuch Cantus 106)

 

Fern im schönen Schwabenlande

steht der Staufen stolzer Bau.

Grauer Fels aus weißen Wolken

ragt er in des Himmels Blau.

Und so schwören wack're Staufen

an des Rheines heit'rem Strand,

kernig wie die stolzen Felsen,

|: stets aufs grau‑weiß‑blaue Band. :|

 

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Fuxenstrophe

Musik: nach Friedr. Ferd. Nestler (1798‑1876)

(Melodie: CV‑Liederbuch Cantus 106)

 

Um des Fuxenbrust sich schlinget

grau und weiß ein stolzes Band.

Staufia, der wir Treu geschworen,

weih'n wir uns mit Herz und Hand.

Mag auch grau des Lebens Schatten

unserm Bunde widersteh'n,

führt uns doch der Unschuld Zeichen

|: siegreich zu des Himmels Höh'n. :|

 

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Staufen‑Bundeslied

Gedichtet im Jahre 1924 von Bbr. Rudolf Flücht (x,x,x), Musik: Franz Ohlhanns (1861‑1910)

(Melodie: CV‑Liederbuch Cantus 108)

 

Es zogen ins lachende Leben hinein

viel fröhliche, wack're Gesellen;

im Herzen den goldigsten Sonnenschein,

so trotzten sie Sturmwind und Wellen.

Es wankten die Welten, es raste die Zeit,

doch keiner ging schwächlich verloren:

|: Sie hatten als Bursch' ja den Burscheneid

auf Staufias Banner geschworen. :|

 

Sie wußten, daß Schmerzen und qualvolle Not

die Freuden des Lebens umhüllen;

es folget dem Werden so schnell ja der Tod,

ihn drängt's, das Geschick zu erfüllen.

Drum tragen im Band wir das düstere Grau,

zu künden euch Kummer und Sorgen:

|: Es fasset das Schicksal die einen genau

so heut' wie die anderen morgen. :|

 

Da strahlt aus dem Dunkel ein leuchtendes Weiß

und bannet die müden Gedanken;

da schlagen die Herzen und fühlen es heiß:

Wir dürfen nicht weichen noch wanken!

Es gilt uns're Ehre, es gilt unser Schild

zu schützen vor Schmutz und Verderben,

|: und müßten auf blutigem Schlachtengefild

für Ehre und Freiheit wir sterben. :|

 

So schwöret denn heute von Mann zu Mann

im Kreise der Brüder aufs Neue:

Es schwebe im Kampfe zum Sieg uns voran

das leuchtende Blau unserer Treue!

Und reicht euch die Hände mit offenem Blick,

was kümmern uns Teufel und Sorgen;

|: noch lockt uns die Welt, noch lacht uns voll Glück

der Jugendzeit goldener Morgen. :|

 

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CV Bundeslied

Text: Heinrich Gassert (Hr) (1857‑1928), Musik: Peter Joh. Peters (1820‑1870)

(Melodie: CV‑Liederbuch Cantus 70)

 

Laßt, ihr buntbemützten Scharen schallen euern Festgesang:

Aus dem Liede der Scholaren töne laut der Freiheit Klang!

Singet deutscher Art zum Preise drum ein rechtes Burschenlied,

|: durch dess' Wort und durch dess' Weise frisch der Hauch der Freiheit zieht. :|

 

Singt zum Preise eurer Farben, die der Schönheit Glanz verklärt!

Was die Neider dran verdarben, nicht des Scheltens ist es wert.

Unsre Farben, die wir tragen, schmücken unsrer Ehre Schild,

|: sind nach außen drum geschlagen, weil's ihn blank zu halten gilt! :|

 

Greift, die Freundschaft hoch zu preisen in die Saiten tief und voll:

Freundschaft muß die Losung heißen, wenn der Bund bestehen soll.

Deutsche Freundschaft sich bewähret, sie ist treu bis in den Tod,

|: und die Liebe sie verkläret, wie den Fels das Abendrot! :|

 

Auf das Auge zu den Sternen, auf den Blick zum Himmelszelt,

wo ein Gott in heil'gen Fernen eures Bundes Banner hält!

Auf zum heil'gen Fahneneide, hebt die Bruderhand und schwört,

|: daß dem Gott im Sternenkleide ewig euer Herz gehört! :|

 

Tretet her ihr Musensöhne, an des Wissens heil'gen Born:

schöpft das Gute, trinkt das Schöne aus der Weisheit Wunderhorn!

Bringt der Schönheit eure Liebe als ein reines Opfer dar,

|: legt des Herzens beste Triebe auf der Wahrheit Hochaltar! :|

 

Reicht die Hand euch, ihr vom Rheine, ihr vom Neckar, ihr vom Main,

ihr vom schroffen Alpensteine, ihr vom grünen Eichenhain!

Euer Burschenwort zum Pfande, laßt es schallen himmelwärts!

|: Unserm deutschen Vaterlande unsre Hand und unser Herz. :|

 

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Bonna, Perl' am grünen Rheine

Musik: Otto Lob (1837‑1906)

5. Strophe: Franz-Wilhelm Meller Ho! St!

(Melodie: CV‑Liederbuch Cantus 47)

 

Bonna, Perl' am grünen Rheine, edler Freuden Schirm und Hort,

Jungfrau, du beim goldnen Weine, reißest alle Herzen fort

du gibst Kraft dem edlen Streben, du läßt alle Sorgen flieh'n,

|: Jugendlust und neues Leben läßt aus Rebenblut du sprüh'n. :|

 

Manchen Musensohn begeistert hat dein brausend Zauberlied,

Deutschlands Fürstensöhn' begeistert, die's zu deinem Busen zieht,

ja hier werden alle Brüder, Freier einer holden Braut,

|: Bonna, dich sieht gerne wieder, wer dich einmal hat geschaut. :|

 

Drum aus Deutschlands schönen Gauen manchen Jüngling zieht es her,

Freundschaft, Frohsinn hier zu schauen, einzutauchen in ein Meer

holder Lust und schöner Freuden, beim Gesang und Becherklang,

|: wo man gar nicht denkt ans Scheiden, wo die Zeit wird nie zu lang. :|

 

Nur zu schnell die Stunden eilen, allzu schnell sie fliehen hin,

bei dir länger zu verweilen, wär mein köstlicher Gewinn.

Doch zieht der Bursch ins Leben, denkend, wie war's hier so schön,

|: ruft er: Rhein, mit deinen Reben, Bonna, bald ein Wiederseh'n! :|

 

Bonna, dein bescheid'ner steht für Freiheit, Ehr' und Recht,

seit aus tiefster Nacht und Schande du gebarst ein neu Geschlecht.

Friedenswille und Versöhnung siegten über Hass und Streit.

|: Ja, deines Namens Klang verkünde Bürgersinn und Menschlichkeit:|

 

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Meine Sehnsucht

Musik: Peter Joh. Peters (1820‑1870)

(Melodie: CV‑Liederbuch Cantus 70)

 

Meine Sehnsucht trägt mich wieder in die Musenstadt am Rhein,

möchte hören Burschenlieder, möcht' ein Studio wieder sein.

Wieder möcht' das Band ich tragen grau‑weiß‑blau um meine Brust

|: nicht nach heut' und morgen fragen, in dem Herzen Jugendlust. :|

 

Eilen möchten meine Füße durch die Lande sehnsuchtsvoll,

daß den Rhein ich wieder grüße von dem trauten Alten Zoll.

Meiner Sehnsucht Träume tragen mich ins Märchenland hinein,

|: seh' die sieben Berge ragen, sehe Godesberg am Rhein. :|

 

Froh verlebte gold'ne Tage werden wieder in mir wach

und wie einer fernen Sage denk' der Burschenzeit ich nach.

Traute Freunde, liebe Brüder, die ihr trugt mit mir das Band,

|: heute grüßt mein Mund euch wieder durch dies' Lied aus fernem Land. :|

 

Wanderlied und Burschensingen, Becherklang bei gold'nem Wein,

nirgends kann es froher klingen als an Bonn am grünen Rhein.

Nirgends läßt sich's leichter darben, nirgends sorgenloser sein,

|: trägst die grau‑weiß‑blauen Farben du als Bursch in Bonn am Rhein. :|

 

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